Oberpfarrkirchhof 10 und 11


Die Häuser 10 und 11 auf dem Oberpfarrkirchhof waren Wohnhäuser der ehemaligen Kirchgemeinde St. Sylvestri. Bei den einstöckigen Gebäuden, ist das Obergeschoss um eine Balkenstärke hervorkragt und sind die Balkenköpfe als verzierte Rollenköpfe dargestellt.

Im Erdgeschoss, in dem sich Türen und Fenster zwischen den Stielen befinden, werden die Stiele unregelmäßig von Fußstreben ausgesteift. Im Obergeschoss finden sich Fußstreben in jedem Gefach.
Am Haus Nummer 10 ist der harztypische so genannte Beistrich zu sehen, welcher in neuerer Zeit wieder zur Anwendung kommt.

Eine Besonderheit im Haus Nummer 11 ist der schmale Durchgang auf der linken Seite des Gebäudes, im Volksmund „Demutsgasse“ genannt. Diese Gasse ist noch nicht einmal einen Meter breit und stellt eine Verbindung zur ehemaligen Straße an der Stadtmauer dar und war schon im Vorgängerbau des heutigen Hauses vorhanden. Der Name soll darauf zurückzuführen sein, dass die Stiftsherren durch die Gasse wenig demütigen Damenbesuch empfangen haben sollen.




Ehemalige Bewohner und Nutzungen des Hauses
1897 Musikdir. Friedr. Kriegskotten

1889 Organis, Callaborator Carl Ferdinand

1852 St. Sylvestr. Lehrer Gustav Trautermann und dessen Frau Rosalie Wilhelmine geb. Bornhak

1822 Organistenhaus

1748 Organist Ebeling

1700 Heinr. Schleppegrell

1677 Jürgen Warnecke

1665 Mag. Cantor Michael Findeisen

1656 Michael Findeisen

1599 Färber Hans Findeisen

um 1500 vom Augustiner Kloster Himmelpforten als städtische Unterkunft errichtet


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