Oberpfarrkirchhof 10 und 11


Die Häuser 10 und 11 auf dem Oberpfarrkirchhof waren Wohnhäuser der ehemaligen Kirchgemeinde St. Sylvestri. Bei den einstöckigen Gebäuden, ist das Obergeschoss um eine Balkenstärke hervorkragt und sind die Balkenköpfe als verzierte Rollenköpfe dargestellt.

Im Erdgeschoss, in dem sich Türen und Fenster zwischen den Stielen befinden, werden die Stiele unregelmäßig von Fußstreben ausgesteift. Im Obergeschoss finden sich Fußstreben in jedem Gefach.
Am Haus Nummer 10 ist der harztypische so genannte Beistrich zu sehen, welcher in neuerer Zeit wieder zur Anwendung kommt.

Eine Besonderheit im Haus Nummer 11 ist der schmale Durchgang auf der linken Seite des Gebäudes, im Volksmund „Demutsgasse“ genannt. Diese Gasse ist noch nicht einmal einen Meter breit und stellt eine Verbindung zur ehemaligen Straße an der Stadtmauer dar und war schon im Vorgängerbau des heutigen Hauses vorhanden. Der Name soll darauf zurückzuführen sein, dass die Stiftsherren durch die Gasse wenig demütigen Damenbesuch empfangen haben sollen.




Ehemalige Bewohner und Nutzungen des Hauses
1920 Arbeiter Hermann Poppendieck

1889 Maurer Karl Heidenreich

1852 Königl. Kreisgerichts Degeusation bisher den Ziergen Lyceo gehörig

1659 Albrecht Bordfeld

1656 Jonas Dicks

um 1500 vom Augustiner Kloster Himmelpforten als städtische Unterkunft errichtet zumal
        das 1300 erwähnte Hundertmarksche Haus an d. Schustermauer der Brüder zur
        Himmelpforte 1411 in 6 Häuschen geteilt wurde


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