Haus Behrends, Breite Strasse 62


Beim Haus Behrends, das nach seinem letzten Besitzer benannt wurde, handelt es sich um ein typisches Handwerkerhaus aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Es wurde nach dem großen Stadtbrand von 1528 errichtet.

Die Brüstungsfelder sind durchgehend mit Bohlen ausgefacht, so dass genügend Platz bleibt für die Gestaltung mit Palmetten, die sich im ersten Geschoss auch über die Ständer hinziehen. Im zweiten Geschoss sind die Ständer schmucklos und die Palmetten befinden sich ausschließlich in den Brüstungsfeldern.

In der oberen Etage deutet das mittlere Gefach auf einen früheren Kefferbalken zum Heraufziehen von Lasten hin.

Für die Zeit von 1905 bis 1925 lässt sich ein Schuhmachermeister Behrends als Hauseigentümer nachweisen, dann ging das Haus in den Besitz seines Sohnes über, welcher allerdings das Gewerbe nicht fortsetzte. In früheren Zeiten befand sich die Haustür genau in der Mitte des Hauses. Links davon befand sich ein größeres Schaufenster und rechts ein erkerförmiges, ausladendes Fenster, welches mit der Restauration im Jahre 1972 ebenfalls entfernt wurde. Es wurde als eines der ältesten Wernigeröder Schaufenster angesehen. In diesem stellte der Schumachermeister seine Ware aus.




Ehemalige Bewohner und Nutzungen des Hauses
1905 Schuhmachermstr. Heinrich Behrends

1898 Kupferschmiedemeister Friedr. Förster

1889 Schneidermeister Andreas Simon

1854 Schuhmacher Friedrich Helmholz und dessen Ehefrau Rosine geb. Graupeter

1831 Gottlieb Kratzenstein

1788 Heinrich Kratzenstein und dessen Ehefrau Catharine Elisabeth geb. Eilers

1735 Kirchenvorsteher und Buchbinder & Scabinus Heinr. Christoph Hartmann

1719 Julius Bindseil

1700 Andreas Probst

1677 Henrich Blanken

1656 Jürgen Harbort

1636 Seiler Valtin Harbort von Gr. Göttern (Amt Langensalza) vor 1636

1599 Ölschleger Hans Loof

1580 Holzschnitzerei Fächer & Röder


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