Der Nicolaiplatz


Auf dem Platz, den wir heute als Nicolaiplatz kennen, stand früher die Nicolaikirche, welche 1873 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Die Gemeindemitglieder teilten sich dann auf die Kirchgemeinden St. Johannis und der Liebfrauengemeinde auf. Das Kirchenmobiliar bekam die Kreuzkirche in Wernigerode, die auf dem Kreuzberg erbaut worden war. Zu dem Kirchenmobiliar gehören die Empore, das Kastengestühl sowie die Kanzel aus dem Jahre 1611. Alles wurde im Stil der Renaissance gefertigt. Das Geländer der Kanzel ist mit Wappenbildern alteingesessener Wernigeröder Familien gestaltet. Es sind sogar noch Fotographien von der Kirche kurz vor ihrem Abriss vorhanden. Sie sind im Heimatmuseum Wernigerode und im Flur der Ratsapotheke gegenüber dem Nicolaiplatz ausgestellt.

Dort sieht man auch noch das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des deutsch- französischen Krieges von 1870/71 im neogotischen Stil. Es wurde 1936 abgerissen. Man benötigte den Platz damals für das Parken von Autos. Die gusseisernen Platten des Denkmals mit den Namen der Gefallenen wurden an dem Kriegerdenkmal der Schlossgemeinde am Lustgarten angebracht. Um 1960 wurde der Platz umgestaltet. Unter anderem errichtete man dort einen Springbrunnen und einen Imbisskiosk mit Zeitschriftenhandel.

2002 wurde der Platz völlig neu gestaltet. Er erhielt zwei Verkaufskioske und einen völlig neu gestalteten Springbrunnen.


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