Das älteste Haus – ein Ständerbau – Hinterstrasse 48


Der schmucklose Bau in der Hinterstrasse 48 ist aus zweierlei Gründen interessant. Erstens weil es sich hierbei um das (wahrscheinlich) älteste erhalten gebliebene Haus der Stadt handelt. Zweitens handelt es sich hier um den einzigen Ständerbau unserer Stadt.

Es repräsentiert damit den Übergang von der fühmittelalterlichen Bauweise zum heutigen Fachwerk. Es gibt bei der Ständerbauweise keine Saumschwelle. Die Ständer ziehen sich von der Schwelle bis unter die Traufe. Die Deckenbalken werden innen eingezapft und von Knaggen oder Kopfbändern gesichert.

Ursprünglich handelte es sich um ein Einraumhaus, nach anderen Quellen um eine Scheune. Es wurde etwa um 1400 erbaut und das erste Mal 1438 zusammen mit dem Brunnen erwähnt (dat Hus bi dem Borme).

Die beiden Schleppgauben auf dem Dach sind neueren Ursprungs. Handwerker und Arbeiter bewohnten meistens dieses Haus.




Ehemalige Bewohner und Nutzungen des Hauses
1928 Herm. Gerlach und dessen Ehefrau Marie geb. Niehoff

1878 Maurer Ernst Niehoff

1875 Schneider Friedr. Raeck

1874 Dachdecker Heinr. Rauch

1870 Maurer Wilh. Findeisen sen.

        Kinder:
        1) Wilhelm *1835
        2) Karl *1837
        3) Franz *1842

1845 Zeugmacher Karl Reinhardt *1812 und dessen Ehefrau Friederike geb. Fissel *1812

1835 Papiermacher Carl Grimmecke und dessen Ehefrau Christiane geb. Fissel *1817

1818 Carl Meisser genannt Fissel und dessen Ehefrau Catharine geb. Greifenhagen

1796 Adam Greifenhagen und dessen Ehefrau Marie Magdalene geb. Hornung,
        einzige Tochter von Heinrich Hornung – vor 1781

1700 Heinrich Hahne

1671 Jobst Heinemann

1666 Andreas Küster jun.

um 1600 Schmied Andreas Küster – vor 1612

1440 auf der Heyde gegen dem obersten Borne bisher Mieter Hermann Mutre

um 1430 Hinrick Muntmester – vor 1438 Vicar Ulfrs Haus


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