
| 10. Jh: | Entstehung von Wernigerode |
| um 1120: | Errichtung der Burg Wernigerode |
| 1121: | erste urkundliche Erwähnung des Ortes |
| 1213: | erste urkundliche Erwähnung der Burg |
| 17. April 1229: | Verleihung des Stadtrechts |
| 1268: | Beginn eines Lehensverhältnisses der Grafen von Wernigerode zu den Markgrafen von Brandenburg |
| 1277: | erste urkundliche Erwähnung des Spelhuses |
| 1279: | erste urkundliche Erwähnung der Stadtbefestigung und der Neustadt |
| 1324: | ältester erhaltener Abdruck des Wernigeröder Bürgersiegels (Abb. links) |
| 1326: | erster nachgewiesener Stadtbrand |
| 1343: | erhebliche territoriale Vergrößerung der Grafschaft Wernigerode nach einer Fehde gegen die Grafen von Regenstein |
| um 1348: | erste nachgewiesene Pestwelle im Harz |
| 1427: | Schenkung des Spelhuses an die Stadt Wernigerode durch den letzten Wernigeröder Grafen Heinrich |
| 1429: | Tod des Grafen Heinrich, Übernahme der Herrschaft durch den Grafen Botho zu Stolberg |
| 1455: | Großbrand in der Altstadt |
| 1498: | Umbauarbeiten am Spelhus durch Thomas Hilleborch |
| um 1500: | ältester karthographischer Beleg der Stadt Wernigerode in der „Karte des Romwegs“ von Erhard Etzlaub |
| 1525: | Aufstand städtischer Unterschichten unter der Führung Wilhelm Wiardes |
| 1528: | Vernichtung von vier Fünfteln aller Gebäude durch den größten Brand in der Stadtgeschichte |
| 1529: | Vereinigung von Alt- und Neustadt |
| 1538: | Durchführung der Reformation in Stadt und Grafschaft |
| 1539 bis 1544: | Umbau des Spelhuses zum Rathaus |
| 1591: | Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus Stadt und Grafschaft |
| 1626 bis 1649: | Truppendurchmärsche und Einquartierungen im Kontext des 30jährigen Krieges |
| ab 1671: | Umbau der Burg zum Barockschloss |
| ab 1710: | Wernigerode als ständiger Regierungssitz der Grafen zu Stolberg-Wernigerode |
| 1714: | Angliederung von Stadt und Grafschaft an das Königreich Preußen per Vertrag |
| 1751: | Großbrand im Quartier der Handwerker und Kaufleute |
| 1797: | Erscheinen der ersten örtlichen Zeitung, des „Wernigerödischen Intelligenz-Blatts“ |
| 1806: | Besetzung durch französisches Militär nach der Schlacht von Jena und Auerstedt |
| 1807 bis 1813: | Eingliederung von Stadt und Grafschaft in das Königreich Westphalen |
| 1822: | Bestätigung des Vertrages von 1714 |
| 1847: | letzter großer Stadtbrand mit anschließender Hungerrevolte |
| 1848: | gedämpfter Widerhall der revolutionären Ereignisse der Stadt |
| 1849: | Gründung einer städtischen Sparkasse |
| 1855: | Erscheinen eines ersten Grafschafts- und Stadtführers |
| 1862 bis 1885: | Umbau des Barockschlosses zum repräsentativen Wohnschloss im Stil des Historismus |
| 1866 bis 1889: | Abriss wesentlicher Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung |
| 1872: | Eisenbahnanschluss nach Halberstadt |
| 1890: | Verleihung des Fürstentitels an Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode durch Kaiser Wilhelm II. |
| 1896 bis 1899: | Streckenbau der Harzquer- und Brockenbahn |
| 1907: | Eingemeindung von Hasserode |
| 1908: | Einrichtung eines Städtischen Verkehrsamtes |
| 1909: | Erwerb der Rechte am Titel „bunte Stadt am Harz“ |
| 1914 bis 1918: | Ausbau von Wernigerode zum Reserve-Lazarett |
| 1918 bis 1923: | Auswirkungen von Nachkriegskrise und Hyperinflation |
| 1926: | Einweihung eines stadteigenen Flugplatzes |
| 1929: | Eingemeindung von Nöschenrode; Aufgabe des Schlosses als Wohnsitz der fürstlichen Familie |
| 1930: | Freigabe von Räumen des Schlosses zur Besichtigung |
| ab 1933: | nationalsozialistische Gleichschaltung |
| 1936 bis 1939: | letzter großer Rathausumbau |
| 1937 bis 1945: | Bestehen des Heimes „Harz“ vom „Lebensborn e.V.“ in Wernigerode |
| 1939 bis 1945: | Standort von Rüstungsarbeiten und Lazaretten; Einrichtung von Konzentrations- bzw. Arbeitslagern; starker Zuzug durch Flüchtlinge und Evakuierte |
| 22. Februar 1944: | schwerer alliierter Bombenangriff |
| 11. April 1945: | Besetzung durch US-Truppen; ab Juli Zuordnung zur sowjetischen Besatzungszone |
| 1946 bis 1950: | Existenz der Wernigeröder Künstlerkolonie |
| 1949: | Eröffnung des „Feudalmuseums Schloß Wernigerode“ |
| 1967: | Abriss des Dullenturms als vermeintliches Verkehrshindernis |
| 1972 bis 1990: | Entstehung der Plattenbausiedlungen „Burgbreite“, „Stadtfeld“ und „Harzblick“ |
| 1989/90: | politische Wende |
| 1991: | Gründung der Fachhochschule Harz |
| 1993: | Eingemeindung von Benzingerode, Minsleben und Silstedt |
| 1998: | Aufnahme von Wernigerode in die Deutsche Fachwerkstraße |
| 2006: | Landesgartenschau in Wernigerode |
| 2007: | Wernigerode verliert seinen Kreisstadtstatus durch Bildung des Landkreises Harz |
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| *Quelle: | Uwe Lagatz, Wernigerode - Geschichte * Architektur * Kunst © 2000 Schmidt-Buch-Verlag |